Als Fortsetzung des beliebten Drama-Grill-Motives arbeite ich derzeit an einer Bilderserie mit dem Arbeitstitel "URBAN IM BISS". Imbissbuden und ihre Umgebung sind eine Welt für sich, deren Faszination irgendwo zwischen Heimeligkeit und Hinterhof, zwischen Kommunikation und Ketchup liegt. Die Umsetzung habe ich mit analogem Schwarzweissmaterial begonnen...
Angelehnt an die beleuchteten Speisekarten der Schnellimbisse werden einige Bilder dieser Serie als Leuchtobjekte realisiert.
Als Basis werden hierbei 4 Leuchtkästen dienen, die normalerweise in Schnellrestaurants für die Darstellung der Speisekarten benutzt werden. Die Kästen können elektrisch untereinander verbunden werden, so dass sich ein Gesamtobjekt mit 4 Einzelaufnahmen ergeben wird.
Die Schwarzweißnegative der Fotoserie werden auf großformatiges Reprofilmmaterial vergrößert, so dass Schwarzweißdias entstehen, die genau in die Leuchtkästen passen. Normalerweise arbeitet Reprofilmmaterial in einer ultraharten Gradation. Wenn man es jedoch in einem weich arbeitenden Papierentwickler (z.B. Centrabrom) entwickelt, bekommt man auch ansehnliche Halbtöne ins Bild.Einen kuriosen Imbiss fand ich bei meinen Streifzügen eher zufällig in einem Kölner Parkhaus. Keine Ahnung, wieso die rote Bude ausgerechnet in der Ein- und Ausfahrt steht - immerhin wird der Fritteusendunst dort nicht weiter auffallen. Optisch wirkt der Imbiss wie ein Zufluchtsort im Grau, auch das Licht in seinem Inneren scheint deutlich wärmer, als die sachliche Neonbeleuchtung in seiner Umgebung. Hier ist eine Currywurst eine grundehrliche Sache!
“Nein, Ich bin das Schaschlik und er ist die Pommes.”